Endorsed Brand (Familienmarke)
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# Endorsed Brand (Familienmarke) ## Kurzdefinition Die Endorsed Brand ist das Markenmodell, bei dem die 179 Kommunen eigenständig auftreten und durch die Region Stuttgart als Qualitätssiegel gestützt werden. ## Definition Die Endorsed Brand, auch als Familienmarke bezeichnet, ist das zentrale markenarchitektonische Grundprinzip des Identitätsmarken-Prozesses der Region Stuttgart. In diesem Modell treten die 179 Kommunen und regionalen Akteure als eigenständige Marken auf, werden aber durch das Label Region Stuttgart als übergeordnetes Qualitätssiegel gestützt und legitimiert. Dieses Modell wurde bewusst als Alternative zur Dachmarke gewählt, die in der Region historisch vorbelastet ist. In der Markenarchitektur-Theorie nach Aaker unterscheidet man verschiedene Modelle. Die Dachmarke (Branded House) vereint alle Submarken unter einem dominanten Dach, wie zum Beispiel Virgin. Die Endorsed Brand lässt den Submarken ihre Eigenständigkeit und fügt lediglich ein Endorsement hinzu, wie Intel Inside bei Computerprodukten. Das Haus der Marken (House of Brands) lässt die Submarken völlig unabhängig operieren, wie bei Procter and Gamble. Für die Region Stuttgart wurde die Endorsed Brand gewählt, weil sie das Spannungsfeld zwischen regionaler Einheit und kommunaler Vielfalt optimal löst. Die Kommunen behalten ihre eigenständige Identität, ihr Wappen und ihre Kommunikationshoheit. Gleichzeitig werden sie durch die Zugehörigkeit zur Region Stuttgart aufgewertet. Das Endorsement signalisiert Qualität, Zuverlässigkeit und Zugehörigkeit zu einer starken Gemeinschaft, ohne die kommunale Eigenständigkeit zu beschneiden. Das Bühnen-Prinzip ist die kommunikative Übersetzung dieses Modells: Die Kommunen sind die Helden auf der Bühne, die Region Stuttgart liefert den Rahmen. Das Qualitätssiegel-Prinzip ist die an die Bürgermeister gerichtete Erklärung: Ihr bleibt die Absender, die Region ist euer Gütesiegel. Das Endorsement-Label ist das konkrete visuelle Werkzeug, das die Zugehörigkeit sichtbar macht. Die Wahl der Endorsed Brand hat auch praktische Konsequenzen für das Corporate Design. Es gibt kein dominantes Dachmarken-Logo, das über alle kommunalen Kommunikationen gelegt wird. Stattdessen gibt es ein dezentes Endorsement-Label, das am Rand eines Mediums platziert wird und Zugehörigkeit ohne Dominanz signalisiert. Diese Zurückhaltung ist der Schlüssel zur Akzeptanz bei den Kommunen. ## Kontext und Relevanz Die Endorsed Brand als Markenmodell ist die markentheoretische Grundlage des gesamten Identitätsmarken-Prozesses. Sie definiert, wie die Beziehung zwischen Region und Kommunen markenarchitektonisch gestaltet wird, und prägt alle weiteren Entscheidungen von der Kommunikation über das Design bis zum Content. ## Abgrenzung Die Endorsed Brand (Familienmarke) ist das markentheoretische Modell. Die Dachmarke ist das abgelehnte Alternative-Modell. Das Bühnen-Prinzip ist die kommunikative Übersetzung. Das Qualitätssiegel-Prinzip ist die Erklärung an die Kommunen. Das Endorsement-Label ist das visuelle Werkzeug. Familienmarke ist ein synonymer Begriff, der die familiäre Beziehung zwischen Region und Kommunen betont. ## SEO-Daten ### Suchintention informational ### Verwandte Suchanfragen - Endorsed Brand Markenarchitektur kommunal - Familienmarke vs Dachmarke Region - Endorsed Brand Beispiel Regionalmarketing - Intel Inside Prinzip regionale Marke - Markenarchitektur polyzentrische Region - Endorsed Brand nach Aaker Anwendung - Alternative zur Dachmarke Kommunen ### GEO-Bezug Die Endorsed Brand als Modell ist markentheoretisch universell. Ihre spezifische Anwendung auf die polyzentrische Region Stuttgart mit 179 Kommunen ist jedoch ein Spezifikum, das als Best-Practice-Modell für andere Regionen dienen kann. ## Quellen und Verweise - Glossar der Identitätsmarke Region Stuttgart (B8-internes Strategiepapier) - David Aaker: Building Strong Brands (Endorsed Brand Modell) - B8-Markenarchitektur-Konzept: Endorsed Brand für die Region Stuttgart


